Scroll
Online booking

T-Golf & Country Club PonienteT-Golf & Country Club Poniente

Renovierung des Golfplatzes - Pepe Hinarejos

Interview mit Pepe Hinarejos, Head Greenkeeper

 

Q: Pepe, seit wann sind Sie bei T-Golf mit im Spiel und wie kam es dazu?

 

A: ich bin tatsächlich von Anfang an dabei, seit September 2015. Ich betreue seit mehr als 15 Jahren Golfplätze hier auf der Insel. Meine Expertise war zuerst gefragt, als es darum ging, ein paar Änderungen an T-Golf vorzunehmen.  Und dann stellte sich heraus, der Platz war in miserablem Zustand. Kein Wasser, kein Sand, es fehlte wirklich an allem.

 

Q: Das war dann wohl eine echte Herausforderung?

 

A: Und wie! Wir mussten erst einmal ein umfassendes Konzept erstellen, was aus dem Platz werden sollte. Glücklicherweise hatten wir die alten Pläne des Architekten noch. Die schauten wir mal etwas genauer an und waren überrascht von der guten Planung, die im Original allerdings nur teilweise umgesetzt worden war.

 

Q: Was könnte der Grund dafür gewesen sein?

 

A: Das ist nicht so einfach zu beantworten, möglicherweise gab es die Maschinen damals nicht, die nötig gewesen wären oder auch einfach Kostengründe. Ein Beispiel: Teiche sind aufwendig im Bau und in der Pflege, in den Originalplänen habe wir 15 Teiche gefunden, auf dem alten Platz gab es aber nur deren drei. Jetzt gibt es wieder alle 15 Teiche. Wie gesagt, unsere Idee war wirklich, den Platz so herzurichten, wie John Harris es ursprünglich vorgesehen hatte. Ich bin fest überzeugt, es ist das beste Layout, das es auf Mallorca gibt.

 

Q: Haben Sie denn geahnt, wie aufwendig diese Renovierung werden würde?

 

A: Ehrlich gesagt, das haben wir wohl alle etwas unterschätzt. Phasenweise hatten wir in den letzten beiden Jahren mehr als 150 Arbeiter und unzählige Maschinen auf dem Platz, das gibt ein ganz gutes Gefühl für die Größenordnung.

 

Q: Wasser ist auf Mallorca immer ein Problem, wie ist das gelöst?

 

A: Kein Problem für uns, wir bekommen Brauchwasser aus dem nahe gelegenen Santa Ponsa und bereiten das in unserer eigenen Osmose-Anlage auf. Wir verschwenden hier keinen Tropfen Trinkwasser.

 

Q: Welche Rolle spielen dabei die Gräser und was ist genau auf Grüns, Fairways und Rough?

 

A: Auf den Grüns verwenden wir das beste Gras, das es derzeit gibt. „Agrostis barracuda“ ist ein Bent-Gras, es verfügt über eine große Dichte und eine tiefgrüne Farbe, ist klimaverträglich und salzbeständig und es braucht relativ wenig Wasser und wenig Dünger. Auf den Abschlägen und den Fairways ist „Bermuda Tifway 419“ , das ist ein verbessertes Hybrid-Gras, es basiert auf dem Bermuda-Klassiker. Es wächst flach, breitet sich gut aus und hat eine dichte und feine Struktur. Das Rough ist ein naher Verwandter, „Bermuda Transcontinental“. Das Gras wächst etwas mehr in die Höhe und erlaubt uns variable Höhen des Rough zu kreieren.

 

Q: Der fast weiße Sand in den Bunkern macht einen guten Eindruck, wo kommt der her. Und wie viele Bunker gibt es auf dem Platz von T-Golf?

 

A: Der kommt vom spanischen Festland, wurde in großen Wagenladungen hierher gebracht. Wir halten es da mit den Empfehlungen der USGA, der United States Golf Association. Wir haben exakt 79 Bunker auf dem Platz, die Höhe des Sandes soll immer bei 12 Zentimetern liegen.

 

Q: Wie sieht es denn mit Driving Range aus, das ist zur Zeit ja eine riesige Baustelle?

 

A: Das sieht schlimmer aus als es ist. Wir haben vor, bis Ende dieses Jahres fertig zu werden. Dann haben wir ein 900 Quadratmeter großes Putting Grün, ein separates Chipping Grün und vierzig Abschläge. Die Range wird viele Ziele haben, von 75 bis 200 Meter.

 

Q: Wenn Sie sich den Platz im Detail anschauen, welche Löcher sind denn besonders typisch für T-Golf?

A: Der Start mit dem ersten Loch ist schon spektakulär, besonders schöne Aussichten bieten dann sicher noch die 8, die 9 und die 13.

 

Q: An jeder Ecke auf dem Platz wird noch gebaut, wann soll denn alles fertig sein?

 

A: Gut bespielbar ist der Platz schon jetzt, alles fertig ist für das Frühjahr 2019 geplant und zum Herbst 2019 haben wir uns auch um alle Details gekümmert.

 

Q: Spielen Sie eigentlich auch selbst Golf?

 

A: (lacht) Ja, seit meinem 15. Lebensjahr. Aber im Moment nur drei bis vier Mal im Jahr. Es gibt einfach noch viel zu viel zu tun hier.